Aktuell

„Ich muss Ihnen leider mitteilen…“

Im FOCUS erschien ein interessanter Artikel über ein sehr berührendes Thema: Wie überbringt man Todesnachrichten? Ein Polizist über Fälle, die er nie vergisst

Ein Polizist hat seine Gedanken aufgeschrieben zu einer der schwersten Aufträgen, welche die Polizei hat. Wir sind dankbar, dass wir die Polizeikräfte des Präsidium Ulm bei diesen Aufgaben unterstützen dürfen.

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Fortbildung bei den HvO Amstetten

Am Mittwoch durften wir die HvO Gruppe Amstetten zum Thema PSNV (psychosoziale Notfallversorgung) informieren. Neben der allgemeinen Vorstellung der Notfallseelsorge Ulm / Alb-Donau-Kreis ging es auch um Themen wie zum Beispiel die Alarm- und Bereitschaftsstruktur der NFS sowie PSNV-Tipps für Rettungskräfte im Umgang mit Betroffenen und Angehörigen im Einsatz. Wir sagen vielen Dank für die Einladung und ebenso für die wichtige Arbeit, welche die sympathische und motivierte Gruppe leistet! Insgesamt 250 Einsätze wurden 2017 bis dato ehrenamtlich durchgeführt!

Jahreshauptversammlung der NFS

Vor zahlreichen Mitgliedern und unter großer Anteilnahme von Gästen, so auch der Fachbereichsleiterin Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt, Eva-Britta Wind, berichtete der Geschäftsführer der Notfallseelsorge Michael Lobenhofer über das vergangene Einsatzjahr. Die NFS leistete seit Jahresbeginn bis zum Abend des 16. November 167 Einsätze, das sind bereits jetzt 40 mehr als im ganzen Jahr 2016. Lobenhofer berichtete im Detail über einzelne Einsätze, die die NFS besonders gefordert hatten. Für langjährige, engagierte Mitarbeit in der NFS wurde Utta Poch geehrt. Erfreulich im Jahr der Notfallseelsorge war der gute Start der Imagekampagne, deren Film von über 60.000 Leuten auf facebook angesehen wurde.

Polizeidirektor Wolfgang Müller von der Direktion Polizeireviere dankte den Notfallseelsorgern und -begleitern für ihre wertvolle Unterstützung der Polizeiarbeit, v.a. in solchen Extremsituationen wie der Überbringung einer Todesnachricht oder auch bei den jüngsten Amokalarmen. Florian Ulm 2, Ulms stv. Kommandant Reiner Schlumberger, zeigte sich beeindruckt von der enormen Leistung der NFS: „167 Einsätze, das bedeutet, jeden 2. Tag ehrenamtlich im Einsatz zu sein!“

Die NFS strukturiert ihre Arbeitsbereiche neu: Bereichsleiter für den Operativen Bereich ist zukünftig Markus Sautter, der zukünftig u.a. für die Kommunikation mit anderen Fachschaften (z.B. Einsatznachbesprechung oder Fragen von Zusammenarbeit im Einsatz) zuständig ist und gemeinsam mit dem Geschäftsführer und der neuen Bereichsleiterin für Qualitätsmanagement und Ausbildung, Anna Hruschka, die Auswahl und Ausbildung von Nachwuchskräften verantwortet. Sie entwickelt auch das Konzept zur Ausbildung der PSNV-E, das heißt der Einsatzkräftenachsorge weiter und wird mit den anderen BOS die Ausbildung von Peers organisieren.

Zweifacher Amok-Fehlalarm

An der Ulmer Friedrich-List-Schule kam es gestern zu einem zweifachen Fehlalarm der Amokalarmanlage. Mit insgesamt fünf Notfallseelsorgern waren wir vor Ort und kümmerten uns um Schüler und Lehrer. Auch am nächsten Schultagen waren wir die ersten vier Unterrichtsstunden für Gespräche in der Schule.

Die SWP berichtet heute: Zweiter Amok-Alarm an Ulmer List-Schule binnen eines Tages

Das Foto entstand beim Fehlalarm im September 2017. (C) Thomas Heckmann, einsatzfoto.net.

Fortbildung bei der Feuerwehr Dornstadt

Am 9. November folgten wir der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Dornstadt, eine Fortbildung zum Thema PSNV zu halten. Unsere Notfallseelsorge-Kollegen Anna Hruschka und Markus Sautter informierten die rund 80 Feuerwehr-Kameraden über die Arbeit der Notfallseelsorge Ulm / Alb-Donau-Kreis. Themen waren unter anderem die Alarmstrukturen, die neue Alarmschleife Fachberater/Leiter PSNV, Einsatzkräfte-Nachsorge und der Umgang von Einsatzkräften mit Betroffenen vor Ort – was tun, bis die PSNV eintrifft?!

Wir bedanken uns herzlich für die Gastfreundschaft und das Interesse an unserer Arbeit und möchten alle Blauchlichtorganisationen in Ulm und Alb-Donau-Kreis einladen, unser Fortbildungsangebot ebenfalls zu nutzen.

Das Logo der Notfallseelsorge

Auf unseren lila Einsatzjacken oder auf unserem Einsatzfahrzeug ist das Logo der NFS zu sehen. Was bedeutet es?

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben. Blau ist die Farbe des Himmels, der Ewigkeit.

Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.

Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genauso in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.

Erde und Kreuz sind eigebettet in das Blau des Himmels, der Ewigkeit. Tod und Sterben gehören in die Welt. Darüber hinaus glauben wir an eine Welt, in der wir nach unserem Tod hier auf der Erde leben werden, in der Gott abwischen wird alle Tränen, und wo kein Leid mehr sein wird.

 

Text von notfallseelsorge.de

AB Notfallstation bei der FFw Blaustein stationiert

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland die Empfehlung der Strahlenschutzkommission umgesetzt und in Blaustein den ersten von elf Abrollbehältern Notfallstation an die Feuerwehr übergeben. Dieser ist außer für den Alb-Donau-Kreis auch für die Stadt Ulm, die Landkreisen Biberach, Reutlingen und Tübingen sowie den Zollernalbkreis vorgesehen. Solche Notfallstationen kommen zum Einsatz, wenn es einen atomaren Unfall gibt und dann in Turnhallen oder Schulen installiert. Der AB bringt die Technik, um die radioaktive Belastung messen zu können. Außerdem ist die Schutzausrüstung für Einsatzkräfte verlastet. Auch bei anderen Vorkommnissen mit radioaktiven Materialien kann dann eine Notfallstation eingerichtet werden. Eine tragende Rolle spielt in dieser Einsatzlage auch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Deswegen war unser Geschäftsführer Michael Lobenhofer kürzlich dazu bei der Schulung „Betrieb Notfallstation“ in der Feuerwehr Blaubeuren.

Notfallseelsorger/innen gesucht!

Im Januar 2018 starten wir wieder mit der Ausbildung zum Notfallseelsorger und haben noch freie Plätze. Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder kennen Sie jemand, der Ihrer Meinung nach für dieses besondere Ehrenamt geeignet ist?

Wer Notfallseelsorger werden will, muss mindestens 24 Jahre alt sein, eine entsprechende Berufsausbildung absolviert haben bzw. im therapeutischen / beratenden Bereich arbeiten, Mitglied einer ACK-Kirche sein, zeitlich flexibel und selbstverständlich psychisch stabil. Für nähere Infos senden Sie uns eine Mail an kontakt@notfallseelsorge-ulm.de – Wir freuen uns auf Sie.

Erneut schlimmer Verkehrsunfall

Vier PSNV-Kräfte, darunter drei Notfallseelsorger inklusive dem Feuerwehrseelsorger und ein Mitglied des DRK-Notfallnachsorgedienstes, waren heute Morgen bei einem Verkehrsunfall mit zwei Toten nahe Blaubeuren im Einsatz. Die SWP hat berichtet.

Die Pressemitteilung der Polizei:

Berghülen – Schwerer Unfall forderte zwei Menschenleben

Ulm (ots) – Bei einem Unfall auf der Landstraße 1230 von Blaubeuren nach Machtolsheim verstarben bei einem Unfall zwei Autofahrer. Eine 23-jährige Polo-Lenkerin wollte am Donnerstag, kurz vor 06.30 Uhr, von Berghülen nach links abbiegen und übersah dabei einen aus Blaubeuren kommenden Mercedes. Der Mercedes schleuderte nach dem Zusammenstoß auf die Gegenfahrbahn und prallte 80 Meter weiter gegen einen entgegenkommenden Skoda. Der Mercedes-Lenker verstarb sofort, der Fahrer des Skoda kurz Zeit später an der Unfallstelle. Die 23-Jährige wurde leicht verletzt. Der Gesamtschaden an den drei beteiligten Fahrzeugen wird auf 90.000 Euro geschätzt. Ein Gutachter wurde beauftragt. Die Landesstraße 1230 von Blaubeuren nach Machtolsheim war zur Unfallaufnahme gesperrt. Die Polizei in Mühlhausen sucht Zeugen, die Angaben zum Unfall machen können. Telefon 07335/96260.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/3758564